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Nach den insgesamt desaströsen Sessions in Madrid war eine kurze Phase der Erholung von Nöten, bevor es für den dritten Teil der Aufnahmen nach Hamburg ins Chateau du Pape ging. Eigentlich war Hamburg eine Notlösung, weil wenige Tage vor dem geplanten Umzug in ein Studio nach Bologna ihre Termine zugunsten eines einheimischen Künstlers gekündigt wurden. Andy Fletcher blieb aus gesundheitlichen Gründen zu Hause, was dem von seiner Anwesenheit zuletzt stark genervten Alan Wilder sehr gelegen kam.
An ihrer Arbeitsroutine sollte sich auch in Deutschland kaum etwas ändern. Gore startete oft tagelange Sauftouren und Gahans Drogensucht war inzwischen so offensichtlich, daß es häufig zu Diskussionen und Streitereien kam, mit denen ihm die anderen ins Gewissen reden wollten. Einen vorbildlichen Charakter, der vielleicht irgend etwas bewirkt hätte, fand er in nicht in seinem Umfeld, schon gar nicht in Martin, und deshalb auch nicht den geringsten Grund, seine Sucht in den Griff zu bekommen.
Mehr noch: Wenn Theresa für einige Tage zu Besuch einflog, verschwand er mit ihr häufig die komplette Zeit spurlos im Zwielicht der Hamburger Szene. Ein weibliches Mitglied des Fanclubs Bong wird zur Berichterstattung in die Stadt entsandt und laut ihres Artikels im Magazin des Clubs hat sie in dem Unbekannten, der neben ihr auf der Couch saß, erst nach fünfzehn Minuten ihren einstigen Traummann Dave Gahan erkannt.
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